Spotguide Idrosee

Der Idrosee ist ein Leichtwindrevier, es gibt aber einige Ausnahmen. Man braucht also größere Segel, Wings, Kites, Foils und Boards. Der Wind entsteht durch das Erwärmen des Bodens auf einer Seite des Tals. Die warme Luft über dem Land steigt dann auf und die kalte Luft von der anderen Seite des Tals fließt nach. Hinzu kommen noch lokale Faktoren, das Wetter und Luftströmungen.
Bei Schönwetter baut sich so täglich ab Mittag ein thermischem Südwind "Ander" auf, der eine Stärke zwischen 10 und 15 und manchmal auch 20 Knoten erreicht. Wenn es sehr heiß ist und die Wasseroberfläche zu warm wird, lässt die Thermik spürbar nach. Diese Luftbewegung funktioniert also ähnlich wie am Gardasee die "Ora", nur in etwas abgeschwächter Form.
Bei Schlechtwetterfronten, also bei Regen oder Gewitter im Tal und in den Bergen nördlich, entsteht meist kräftiger Nordwind "Sùer".
Am Vormittag hingegen ist das Wasser stets spiegelglatt.

Im Westen des Idrosees beim Surfpoint Anfo, befindet sich ein Spot für alle Wind- und Wassersportarten. Der öffentliche Strand ist relativ groß und nur leicht abfallend. In der Hauptsaison (Juli und August) bei Sonnenschein und insbesondere am Wochenende sind der Strand und das Wasser dort mit vielen Badegästen frequentiert. Für Kitesurfer und Paragleiter als Landeplatz wird es dann sehr eng.
Der schmale Kiesstrand nahe dem Surfpoint Vantone ist öffentlich, allerdings muss man gegebenenfalls Eintritt für die Campingplätze in Vantone zahlen.
An beiden dieser Spots ist der tägliche thermische Wind etwas gemäßigter und böiger als im Norden des Sees. Durch die südlichen Felsformation und die Berge verstärkt sich der Wind am Wasser zwischen den Halbinseln Anfo und Vantone zusätzlich.
Bei Schlechtwetter und Nordwind sind in Anfo optimale Bedingungen (sideshore von links).
Als Startplatz für Wingfoiler die eigenes Material mitbringen und noch nicht gut Höhe laufen können, eignet sich ein öffentlicher Park in Anfo (sideshore von rechts).

In der Bucht von Baitoni (Gemeinde Bondone) gibt es einen Windsurf-Club für Einheimische (kein Verleih oder Kurse). Der Kiesstrand bietet ausreichend Platz, allerdings ist in der Hochsaison ein kleiner Teil für Badegäste reserviert. Um die vorgelagerten Felsen beschleunigt zudem der Wind. In das nahe Biotop darf man natürlch nicht reinsurfen oder paddeln.

Für Kitesurfer ist der Strand in Ponte Caffaro der beste Spot am Idrosee. Dort gibt es eine große Wiese für Kiter, eine Kiteschule und auch einen Stellplatz bzw. Parkplatz für Wohnmobile.

Am Spot in Sant'Antonio (Ortsteil Anfo) ist der Strand schmäler und es gibt dort viele Bäume. Infrastruktur ist nicht vorhanden und es sind zahlreiche Privatgrundstücke hinter dem am See immer öffentlichen Stränden. Windmäßig ist das einer der besten Orte am See. Am Wasser beim Kiten oder Windsurfen ist man in Sant'Antonio dafür meist fast alleine.

In der Bucht mit dem großen Strand von Vesta, sowie am südlichen Teil des Sees, ist nur ganz leichte Thermik. Für Segler ist das OK.